Drohnenaufnahmen in Österreich: Was ist erlaubt?
Die Regeln auf einen Blick
Drohnenflüge sind in Österreich erlaubt – aber nicht überall und nicht ohne Voraussetzungen. Seit Ende 2020 gelten die EU-Drohnenregeln, zuständig ist Austro Control. Wer eine Drohne ab 250 Gramm fliegt, braucht eine Registrierung als Betreiber, einen Drohnenführerschein und eine eigene Haftpflichtversicherung und muss die Regeln der jeweiligen Zone einhalten.
Hier fasse ich zusammen, was für Drohnenaufnahmen von Firmengeländen, Hotels, Baustellen und Landschaften wichtig ist. Stand: Oktober 2026. Verbindlich sind die Angaben von Austro Control auf dronespace.at; diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.
Welche Regeln gelten für Drohnenflüge?
Die meisten Foto- und Videoflüge finden in der Kategorie „open“ statt. Dort braucht es keine eigene Bewilligung, solange alle Grenzen eingehalten werden:
- höchstens 120 Meter über Grund,
- die Drohne bleibt immer in direkter Sichtweite,
- genug Abstand zu unbeteiligten Personen. Wie viel, hängt von der Drohnenklasse ab: Mit Drohnen unter 250 Gramm (Klasse C0) darf man einzelne Unbeteiligte überfliegen, für die Klasse C2 gelten 30 Meter Abstand (im Langsamflug 5 Meter), und schwerere Drohnen fliegen nur fern von Menschen, mindestens 150 Meter entfernt von Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten,
- über Menschenansammlungen wird in der Kategorie „open“ nie geflogen.
Was darüber hinausgeht, etwa Flüge außer Sichtweite oder nah über Menschen in der Stadt, gehört in die Kategorie „specific“ und braucht eine Betriebsbewilligung von Austro Control mit Risikobewertung.
Registrierung, Drohnenführerschein und Versicherung
- Registrierung: Wer eine Drohne ab 250 Gramm betreibt – oder eine leichtere Drohne mit Kamera –, muss sich einmalig bei Austro Control registrieren. Die Registrierung gilt drei Jahre, die Betreibernummer steht sichtbar auf jeder Drohne.
- Drohnenführerschein: Für Drohnen ab 250 Gramm braucht der Pilot einen Kompetenznachweis: Online-Schulung und Test für die Unterkategorien A1 und A3, für A2 zusätzlich eine Theorieprüfung bei Austro Control. Der Nachweis gilt fünf Jahre.
- Versicherung: Pflicht ist eine eigene Haftpflichtversicherung nach dem Luftfahrtgesetz. Eine normale Privat- oder Haushaltsversicherung reicht nicht.
Wo darf man nicht einfach fliegen?
Österreich hat eigene Geozonen festgelegt, in denen Drohnenflüge eingeschränkt oder nur mit Freigabe möglich sind. Sie sind in der App und auf der Website Dronespace von Austro Control eingezeichnet. Dazu gehören vor allem:
- Flughäfen und Flugplätze: In den Kontrollzonen, in Kärnten etwa rund um den Flughafen Klagenfurt, braucht ein Flug eine Freigabe, die über Dronespace beantragt wird.
- Flugbeschränkungsgebiete: Auch hier ist vor dem Flug eine Bewilligung nötig.
- Schutzgebiete: Naturschutz ist in Österreich Ländersache. In Nationalparks und Naturschutzgebieten können eigene Verbote gelten; Auskunft gibt die jeweilige Verwaltung.
Drohnenaufnahmen in Klagenfurt und am Wörthersee
Wegen des Flughafens gelten in Teilen von Klagenfurt besondere Regeln für Drohnenflüge. Für Aufnahmen etwa vom Lakeside Park, von der Innenstadt oder vom Ufer des Wörthersees prüfe ich vor jedem Termin die Zone und hole die nötige Freigabe ein.
Meine Luftaufnahmen des Lakeside Parks sind zum Beispiel auf der Website des Technologieparks zu sehen. Mehr dazu auf der Seite Fotograf und Videoproduktion in Klagenfurt.
Datenschutz, Privatsphäre und Grundstücke
Sobald auf Luftaufnahmen Menschen erkennbar sind, gelten Datenschutz und Persönlichkeitsrechte: Erkennbare Personen müssen einverstanden sein, und fremde Grundstücke werden nicht ausgespäht.
Bei Aufnahmen für Ihr Unternehmen plane ich die Perspektiven so, dass Unbeteiligte nicht erkennbar sind, stimme mich vorab mit Ihren Mitarbeitenden ab und hole für Start und Landung auf fremdem Grund die Zustimmung der Eigentümer ein.
Was bedeutet das für Ihr Projekt?
Wenn Sie Drohnenaufnahmen beauftragen, brauchen Sie selbst keine Genehmigung. Als zertifizierter Drohnenpilot kümmere ich mich um alles, was der Flug braucht: Registrierung, Drohnenführerschein und Versicherung, die Prüfung des Ortes auf Geozonen und Kontrollzonen und, wo nötig, die Freigabe bei Austro Control.
Dazu kommen die Abstimmung mit Ihnen, Ihrem Team und, falls nötig, mit Grundeigentümern oder Schutzgebietsverwaltungen, und eine Planung nach Wetter und Licht. Mehr zu meinen Drohnenaufnahmen und Luftbildern in Kärnten.
Häufige Fragen zu Drohnenaufnahmen
Brauche ich eine Genehmigung, wenn ich Drohnenaufnahmen beauftrage?
Nein. Registrierung, Drohnenführerschein, Versicherung und Freigaben sind Sache des Drohnenpiloten. Sie sagen mir nur, was gezeigt werden soll und wo.
Wie hoch darf eine Drohne in Österreich fliegen?
In der Kategorie „open“ höchstens 120 Meter über Grund. Höhere Flüge brauchen eine Bewilligung.
Darf eine Drohne über Menschen fliegen?
Über Menschenansammlungen nie. Einzelne unbeteiligte Personen dürfen nur sehr leichte Drohnen unter 250 Gramm überfliegen; für alle anderen gelten Mindestabstände. Aufnahmen mit Ihrem Team stimme ich vorher mit allen Beteiligten ab.
Darf man in Klagenfurt mit der Drohne fliegen?
Ja, in Teilen der Stadt aber nur mit Freigabe, weil sie in der Kontrollzone des Flughafens liegen. Ich prüfe den Ort vor dem Termin und hole die Freigabe ein.
Gelten die Regeln auch über dem eigenen Grundstück?
Ja. Registrierung, Führerschein, Versicherung, Flughöhe, Abstände und Geozonen gelten auch über dem eigenen Grund.
Was kosten Drohnenaufnahmen?
Das hängt vom Ort, vom Aufwand für Freigaben und davon ab, ob Sie Fotos, Videos oder 360-Grad-Panoramen brauchen. Nach dem kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie ein verbindliches Angebot.
Quellen und weiterführende Informationen
Drohnenaufnahmen in Kärnten planen
Erzählen Sie mir, was Sie aus der Luft zeigen möchten. Ich prüfe den Ort, kläre die Freigaben und melde mich mit einem unverbindlichen Angebot.


























